Ich bin noch da! Literarische Analysen der Texte von Clemens Meyer
Ob es der erfolglose Boxer in Rotterdam oder in Leipzig, der drogenabhängige Marko oder der autoklauende Walter ist – die literarischen Figuren Clemens Meyers haben eines gemeinsam: sie sind ‘gescheiterte Individuen’, die um ihre Anerkennung und um ihre Berechtigung für ein gutes Leben kämpfen. Die leisen Schreie „Ich bin noch da!“ werden jedoch oftmals überhört.
In wie weit wird die sich durch die Text durchziehende Thematik des ‘Scheiterns’ auf literarischer Ebene umgesetzt und wie kann sie gelesen werden? Ist das Phänomen der „gescheiterten Existenzen“ lediglich in post-sozialistischen Ländern wie der DDR, Serbien und Bosnien-Herzegowina vorherrschend oder ist es viel eher ein Ausdruck der persönlichen Lebensumstände und der sozialen Herkunft?
Im Rahmen einer Unterrichtseinheit werden Studierende der FILUM
Kragujevac (3. und 4 Studienjahr), Germanistikstudierende der Džemal Bijelić Universität Mostar und der Autor Clemens Meyer anhand zweier Texte (Der kleine Tod und Warten auf Südamerika) versuchen, diese Frage zu beantworten.
Ein Literaturworkshop geleitet von Dorothee Baumann und Kathrin Jurkat, Lektorinnen der Robert Bosch Stiftung
Wo? Studentski Kulturni Centar (SKC), Kutija Sibice
Wann? Montag, 16. Januar 2012, 13 bis 16 Uhr
Texte: